Es gibt so viel Schönes und Faszinierendes zu finden, das wir nicht gesucht haben. Ludwig Engstler-Barocco betrachtet den Zufall, den großen »Hand- und Herzlanger«, als einen treuen, unermüdlichen Freund, dessen Hilfe er dankbar in Anspruch nimmt. In seinem Tagebuch 1997 lässt er die Leserinnen und Leser an seinen mannigfaltigen Freuden und Entdeckungen bei sentimentalen Spaziergängen, begeisternden Museumsbesuchen und beflügelnden Lektüren teilhaben. Bei einem längeren Bayreuth-Urlaub begibt er sich in die fesselnden Biographien von Richard Wagner, Franz Liszt und Jean Paul. Weitere Reiseziele sind unter anderem Passau, Amberg, Augsburg, die Eifel und Tschechien.
In zahlreichen Leserbriefen aus den Jahren 2023 bis 2026 erweist sich Ludwig Engstler-Barocco wieder als aufmerksamer Beobachter des aktuellen Zeitgeschehens. Humorvoll und engagiert, lyrisch und grimmig äußert er sich zu »Speisekartenangst«, Greifarmautomaten, Ampelfrauen und Frauen als Vorbilder für ein Altern in Würde, Mülleimersprüchen, Hunden im Museum sowie zu der Macht der Musik, der Masche mit dem Trinkgeld und der Resilienz der Nacktschnecke und zu so vielem anderen mehr, wozu auch ein Schlagloch mit nagetierischem Umriss in Chicago und die Studentenbude von Jürgen Habermas in Vilich zählen. Ein wahres Feuerwerk spannender und überraschender Gedanken und Erkenntnisse schließt das Buch ab (»Lob des Fragments«). Motto: Das Leben ist eine verdammte Gelegenheit.
Ganzseitige »dichtbesiedelte« Zeichnungen und Collagen von Ludwig Engstler-Barocco machen die »Gräser« auch zu einem »ertragreichen« Bilderbuch, in dem die Leserinnen und Leser ganz persönliche Erinnerungen, Träume und Sehnsüchte aufspüren können.
Erscheinungsdatum: 26.10.2026
Auflage: 1
