Verlags- und Imprintgruppe R. G. Fischer
R. G. Fischer Verlag
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Thema: 2. Weltkrieg – Zeitzeugen berichten

Am 01. September 1939 löste das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus. Bis zu seinem Ende 1945 kostete er mehr als 55 Millionen Soldaten und Zivilisten das Leben. Viele Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges berichten die letzten Zeitzeugen.


Bardenheier, Reinhold
Für Dich blüht nur der Löwenzahn
Gefangen in Russland 1945 bis 1948. 4. Auflage.
2010. 358 Seiten. Pb.
€ 19,80 (D)
ISBN 978-3-89406-941-4. R.G.Fischer Verlag   mehr mehr
Hinter dem verschlüsselten Titel verbirgt sich die ungewöhnliche Geschichte eines 21jährigen Soldaten, der 1945 allein in russische Gefangenschaft gerät. Ein Kritiker schreibt: »Reinhold Bardenheier hat ein ungemein spannendes und menschliches Buch geschrieben, in dem er zeigt, dass man trotz Lebensbedrohung und totaler Ungewissheit mit Mut und Hoffnung die Kraft behält, die notwendig ist, vier Jahre Gefangenschaft zu überstehen.«
Wenn auch das Buch auf die Zeit im und nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgreift, so hat sein Inhalt durch die heutige Weltlage nichts an Aktualität verloren.



Borries, Elsa von
Von Ostpreußen nach Brasilien
Erzählung.
2013. 112 Seiten mit s/w-Abbildungen. Pb.
€ 12,80 (D)
ISBN 978-3-89950-733-1. edition fischer
Von Ostpreußen nach Brasilien ist eine weite Strecke für ein zwölfjähriges Mädchen. Vor allem, wenn die Reise 1944 mit der Flucht vor der russischen Armee beginnt. Die Erlebnisse, die Elsa von Borries hier erzählt, haben sie so geprägt, dass sie heute, nach so vielen Jahren, immer noch präsent sind. Dank ihres starken Willens und ihrer einzigartigen Persönlichkeit gelingt ihr die Auswanderung, zunächst gezwungenermaßen, dann aber voller Energie und Lebensmut.

Heute ist sie längst in ihrer neuen Heimat Brasilien angekommen, ist dort fast so fest verwurzelt wie in ihrer Heimat Ostpreußen, die sie nie vergessen hat.



Böttcher, Manfred Gerhart
Dresdens Tote
Die Totenzahlen der Luftangriffe auf Dresden am 13./14./15. Februar 1945. Vergleichende Studien – divergierende Ergebnisse.
2014. 162 Seiten. Pb.
€ 38,00 (D)
ISBN 978-3-8301-9783-6. R.G.Fischer Verlag
Die Debatte ist längst eröffnet: Wie hoch war die Gesamtzahl der deutschen Weltkriegsopfer? Wurde sie womöglich aus politischen Gründen als Selbstanklage, aus Unwissen oder aufgrund ungeprüfter Überlieferungen geringer als tatsächlich angegeben? Anhand der großflächigen Zerstörung der Elbmetropole Dresden zeigt der Autor – selbst Betroffener der Fliegerangriffe im Februar 1945 – dezidiert und mit viel Insiderwissen auf, dass wissenschaftliche Untersuchungen bis heute mit Vorsicht zu betrachten sind.



Brica, Elias
Die letzte Schlacht des Zweiten Weltkriegs
Erinnerungen eines überlebenden Zeitzeugen.
2010. 176 Seiten. Pb.
€ 9,80 (D)
ISBN 978-3-8301-1314-0. R.G.Fischer Verlag   mehr mehr
»Die letzte Schlacht des Zweiten Weltkriegs« fand auf dem Balkan, in Kroatien statt, rund um die Ortschaften Odzak und Vlaska Mala. Elias Brica war damals 14 Jahre alt und schildert in seinen Erinnerungen das Grauen des unerbittlichen Kampfes zwischen den kroatischen Ustascha-Einheiten und der Partisanenarmee Titos. Bis zum 25. Mai 1945 dauerten die Kämpfe an und hinterließen in jedem Ort tiefe Narben.



Choltitz, Dietrich von
– – – brennt paris? adolf hitler – – –
Tatsachenbericht des letzten deutschen Befehlshabers in Paris.
2014. 116 Seiten. Hardcover.
€ 16,80 (D)
ISBN 978-3-8301-9778-2. R.G.Fischer Verlag
Brennt Paris?

Diese zynische Frage richtete im August 1944 Adolf Hitler aus dem Führerhauptquartier Wolfsschanze an deutsche Kommandostellen in Frankreich, nachdem er vorher angesichts der aussichtslosen Lage befohlen hatte: »Paris ist in ein Trümmerfeld zu verwandeln.«

Warum es nicht brannte, berichtet hier der letzte deutsche Befehlshaber in Paris, Dietrich von Choltitz, Kommandierender General der Infanterie und Wehrmachtsbefehlshaber von Groß-Paris.

Von Hitler mit den weitesten Machtbefugnissen eines Kommandanten einer angegriffenen Festung ausgestattet, hat er durch geschicktes Handeln und soldatisches Auftreten es verstanden, dass die furchtbare Gefahr von der französischen Metropole abgewendet wurde.

Ein Tatsachenbericht, getragen von dem Willen, dem Frieden und der Vernunft zu dienen und der Verständigung der beiden Völker die Wege zu ebnen.



Finkler, Heinrich
Der Schrei der Kriegskinder
Eine Kindheit im Zeichen der Angst, Schwermut und Hunger.
Zwei biografische Erzählungen.
2. erweiterte Auflage 2016. 70 Seiten mit s/w-Abb. Hardcover
€ 14,80 (D)
ISBN 978-3-86455-067-6. edition fischer
Heinrich Finklers Kinder- und Jugendjahre waren überschattet von den schrecklichen Ereignissen des Zweiten Weltkrieges. Sehr sachlich und gerade deshalb besonders ergreifend schildert er seine Erlebnisse als Dreizehnjähriger so, wie er sie damals empfunden hat.
Heute, als nunmehr älterer Herr, stellt er fest, wie tief traumatisiert er noch immer ist von dem, was vor nahezu 70 Jahren geschah.
Dennoch merkt der Autor an, dass uns auch etwas verlorengegangen ist, denn die Wertevorstellungen von damals unterscheiden sich drastisch von denen der neueren Zeit. Und so gilt für ihn, was Peter Rosegger so schön auf den Punkt gebracht hat: »Wie war ich so reich damals, als ich arm war.«




Ganghof, Karl-Heinz
Laband-Gleiwitz: Lebensspuren eines Kriegskindes

2015. 70 Seiten. Hardcover
€ 12,80 (D)
ISBN 978-3-86455-872-6. edition fischer
Das Buch soll an die - eigentlich nicht angemessen zu beschreibenden - Grausamkeiten und Brutalitäten des Zweiten Weltkrieges erinnern und dazu aufrufen, alles dafür zu tun, dass nachfolgenden Generationen eine solche humanitäre Katastrophe er spart bleibt. Ein nachvollziehbarer Aufruf des fünffachen Großvaters.



Gihl, Manfred
Kinderjahre im Schatten des Hakenkreuzes
Ein Ostpreuße Jahrgang 1935 berichtet.
2019. 60 Seiten. Pb.
€ 10,95 (D)
ISBN 978-3-8301-9654-9. R.G.Fischer Verlag
Der Autor schildert mit nüchternen Worten die ersten 14 Jahre seines Lebens. Geboren 1935 in der ostpreußischen Hauptstadt Königsberg verbrachte er seine Kindheit wohlbehütet und sorglos in einem gutbürgerlichen Elternhaus und wurde 1941 eingeschult. Obwohl es schon so lange her ist, kann er sich noch an viele kleine Begebenheiten erinnern. Von einem Besuch bei Verwandten in Westfalen im August 1944 kehrte er nicht mehr in seine Heimatstadt zurück. Wie Millionen Deutsche erlitt er mit seinen Eltern das Schicksal der Vertreibung und erlebte entbehrungsreiche Jahre in Westdeutschland. Ständiger Hunger, mangelnde Kleidung und winters ungeheizte Zimmer prägten den Alltag. Ohne Bitterkeit und Selbstmitleid schaut der Autor auf fünf bedrückende Nachkriegsjahre zurück. Ein authentisches Zeitdokument.



Harding, Maximilian
Übrig blieben Scherben
Die Umkehr eines überzeugten Nationalsozialisten.
2014. 260 Seiten. Hardcover
€ 18,80 (D)
ISBN 978-3-89950-836-9. edition fischer   mehr mehr
Wolf Zabel kommt durch Schule und Elternhaus schon früh mit der Ideologie des Nationalsozialismus in Berührung und wird als Partei- und SA-Funktionär auf lokaler Ebene deren engagierter Verfechter. Nur die Freundschaft zu seinem jüdischen Schulkameraden Jakob lässt zunächst noch unterdrückte Zweifel an Rassismus und Antisemitismus in ihm aufkommen.
Als Jakob nach der Reichskristallnacht seine Hilfe braucht, um aus Deutschland zu fliehen, leistet der im Zolldienst und Grenzschutz am Bodensee tätige Wolf aktive Fluchthilfe. Als einmaliger, seinem Freund geschuldeter Dienst geplant, erfährt der immer stärkeren Zweifeln am Regime ausgesetzte Wolf, wie schwer und gefährlich es ist, sich seinen politischen Verpflichtungen zu entziehen – und dass ihn auch sein Engagement für Jakob wieder einholt. 
Als Wolf nach weiteren Schleusungen schließlich doch in Verdacht gerät, bleiben Nachstellungen der Gestapo mit schicksalhaften Folgen nicht aus.

Mit diesem biografischen Roman hat sich Maximilian Harding an tatsächliche biografische Daten und Grundereignisse gehalten, lediglich Handlungsabläufe unterlagen seiner freien Gestaltung. 



Heine, Willy
Mein kleines Schicksal
Ein Leben von A bis Z.
2014. 358 Seiten. Pb.
€ 19,80 (D)
ISBN 978-3-86455-924-2. edition fischer
Ein Leben wie so viele andere – und ein Paradebeispiel für die deutsche Kriegsgeneration. Als Junge von den Nationalsozialisten geködert, später an der Front ums Überleben kämpfend, als Erwachsener dann am Wirtschaftswunder beteiligt, breitet der Autor seine ganz persönliche Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen vor dem Leser aus.



Hlinka, Jürgen
Brennende Hoffnung
Roman.
2014. 334 Seiten. Pb.
€ 16,95 (D)
ISBN 978-3-8301-1657-8. R.G.Fischer Verlag

Auch als E-Book erhältlich
Liebe und Schmerz in den letzten Kriegstagen 1945:
Zunächst lebt die junge Maria Höffner noch relativ unbelastet von den Kriegswirren bei Mutter und Schwester in Würzburg und absolviert eine Ausbildung zur Kindererzieherin. Allmählich jedoch gerät ihr Leben in den Sog von Entsetzen, Grauen und Tod. Der Vater wird an der Ostfront vermisst, der geliebte Opa zum Volkssturm gezwungen. Zweifel an der nationalsozialistischen Ideologie beginnen sie zu zermürben. 
Dann ändert sich ihr Leben in dieser einen schrecklichen Bombennacht. Nur die Sehnsucht nach ihrem geliebten Martin hält sie noch am Leben. Allerdings ist er unauffindbar. Schließlich gerät Maria noch in die Fänge der Gestapo. Bei ihrer Freundin Berta sucht sie Schutz und Geborgenheit.
Eine Flucht, ein wenig Hoffnung und dann doch wieder die … Hölle auf Erden.



Horne, William
Der Juden-Junge
Eine außergewöhnliche Biografie
2014. 360 Seiten mit s/w-Abb. Pb.
€ 19,80 (D)
ISBN 978-3-8301-9771-3. R.G.Fischer Verlag
Die Lebensgeschichte William Hornes ist so vielschichtig wie außergewöhnlich: Im mondänen Ostseebad Zoppot in vermeintlich arisch-protestantische Verhältnisse hineingeboren, führen ihn die politischen Wirren zunächst nach Brandenburg/Havel, wo er nach einem gescheiterten Versuch seiner Familie, vor den anrückenden sowjetischen Truppen in den Westen zu fliehen, das Ende des Zweiten Weltkrieges erlebt. Als Siebzehnjähriger von einem sowjetischen Militärtribunal zu fünfundzwanzig Jahren Zuchthaus verurteilt, erlebt er im berüchtigten Zuchthaus Bautzen unmenschliche Haftbedingen, Gewalt und Missbrauch, aber auch Kameradschaft, Hilfsbereitschaft – und seine erste große Liebe. 

Nach Stalins Tod per Generalamnestie im Jahre 1954 entlassen, flieht er – getrieben von dem Wunsch aus ihn beengenden Verhältnissen auszubrechen – mit seiner Mutter nach Westberlin und beginnt eine Ausbildung zum Krankenpfleger, die ihn nach Erlangung weiterer Qualifikationen auf dem Gebiet der Heilkunde von Berlin über München nach Stuttgart und schließlich in die Schweiz führt.

Nachdem seine Ehe eigentlich schon in den Flitterwochen scheitert, folgt er dem Ruf einer Millionärsfamilie nach Mexico-City und verwirklicht nach seiner Rückkehr den eigentlichen Traum seines Lebens: die Emigration nach Australien.

Wie aus »Gunter Horn« der waschechte »Aussie« und Corporal der australischen Army Reserve »William Horne« wurde, wie er den faszinierenden Fünften Kontinent erlebt und dort seinen Weg macht, um schließlich doch noch dem Geheimnis seiner Herkunft auf die Spur zu kommen, beschreibt William Horne in seiner faszinierenden Biografie.



Mayer, Ludwig
Umkämpfte Erde
Jüdische Novellen und Legenden.
3., überarbeitete Auflage 2014. 108 Seiten. Pb.
€ 9,80 (D)
ISBN 978-3-89950-823-9. edition fischer
Die geschichtsträchtigen jüdischen Novellen und Legenden Ludwig Mayers entstanden in den ersten Jahren des Holocausts, einige sind Früchte der jüngeren Vergangenheit.
Sie sind frei erfunden, aber doch geprägt von den zahllosen widrigen und mörderischen Ereignissen der jüdischen Geschichte.

»Der Dorfnarr« wurde zum Symbol des Aufschreis der Verzweiflung der deutschen Judenheit in den Tagen ihrer Vernichtung. In »Segen der Bäume« und »Das Lichtwunder« ist die Rettung aus fast überwältigenden Gefahren ein Gleichnis der festen Zuversicht in die unzerstörbare Existenz und Glaubensbotschaft des jüdischen Stammes geworden. 
Die mehrteilige barockzeitliche Novelle »Umkämpfte Erde« enthüllt ein Wandern durch gewisse Epochen der deutsch-jüdischen Geschichte und die erfüllte Sehnsucht, eine abgeschiedene, große Vergangenheit in der Gegenwart darzustellen, in welcher sich Jugenderinnerungen mit Ideen der Aufklärung mischen.
Dieses Buch ist ein »Muss« für alle Geschichtsinteressierten und sprachlich Anspruchsvollen!



Puschnik. Franz
Bevor der Himmel Dreizehn schlug
Die Dämmerung zur längsten Nacht.
2016. 72 Seiten. Pb.
€ 9,80 (D)
ISBN 978-3-86455-849-8. edition fischer
Der kleine Franz lebt ein für einen steirischen Lausbuben in den Kriegsjahren typisches Leben: Während sein Vater einen guten Posten in der Papierfabrik hat, führt seine Mutter resolut den Haushalt und betreibt die Landwirtschaft, die die große Familie vor Hunger bewahrt. Der aufgeweckte und sensible Franz heckt den einen oder anderen Streich aus, muss Mutproben bestehen, Kühe hüten, Ohrfeigen oder gar Prügel einstecken und hat seinen Kopf immer irgendwo in den Wolken. Aber der Krieg beginnt zunehmend, auch das Leben im beschaulichen Murtal zu prägen: Flüchtlinge suchen zunächst Obdach und Schutz, dann beginnen Flüchtlingstrecks das Straßenbild zu bestimmen. Tiefflieger rasen um die Berge und nehmen die Papierfabrik oder das Elektrizitätswerk unter Beschuss.
Als ungarische Soldaten auf der Flucht vor der nahen russischen Armee ihr Lager im Wald räumen und Dorfkinder in ihren Hinterlassenschaften nach »Schätzen« suchen, kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall – für den kleinen Franz der Beginn seiner längsten Nacht.



Saad, Dorli
Begegnungen in Krieg und Frieden
Eine Auslandsdeutsche zwischen drei Kontinenten.
Aus dem Englischen von Dr. Andrea Stark.
2018. 248 Seiten mit s/w-Abb. Pb.
€ 18,95 (D)
ISBN 978-3-8301-1786-5. R.G.Fischer Verlag
Dorli Saad entstammt einem kaisertreuen sächsischen Elternhaus. 1924 immigrieren die Eltern aus politischen Gründen nach Brasilien. Am 23. August 1932 wird die Autorin als Dorli Bode in Saõ Paulo geboren. 1935 trennen sich die Eltern. 1937 reist die Mutter nach Deutschland, um sich einer Krebsoperation zu unterziehen. Sie nimmt Dorli mit, damit diese ihre Großeltern kennenlernt.

Ab 1943 besucht Dorli die NAPOLA-Schule in Hubertendorf-Türnitz, die sie vor Kriegsende fluchtartig verlassen muss; 1945 folgt ein längerer Aufenthalt im Flüchtlingslager Bregenz, später im Jahr Ausreise nach Frankreich.

Erst 1946 gelingt die Rückreise nach Brasilien, Dorli besucht in Rio Claro ein katholisches Konvent, ab 1949 in Rio de Janeiro das Gymnasium.
Einer unstatthaften Liebschaft wegen schickt ihre Mutter sie 1951 nach Österreich zurück. 1952 folgt ein Aufenthalt in Belgien, dann die Rückkehr nach Österreich und die Aufnahme einer Tätigkeit als Dolmetscherin in Wien.

1956 heiratet Dorli Ron Saad, australischer Arzt libanesischer Herkunft, 1957 wird in der Schweiz der Sohn Nicolas geboren. Die Familie verbringt ein Praxisjahr in den Niederlanden, danach beginnt Ron in London seine Facharzt-Ausbildung und Mutter und Sohn kehren nach Brasilien zurück.
1961 gibt es ein Wiedersehen mit Ron in Sydney, die Familie bezieht dort ihren dauerhaften Wohnsitz.



Schönberg, Brita von
Anna, die Grenzgängerin
Versuch eines Kriegskindes, schwere Erlebnisse zu bewältigen.
Ein deutsch-deutsches Schicksal.
2009. 200 Seiten. Pb.
€ 11,80 (D)
ISBN 978-3-89950-460-6. edition fischer   mehr mehr

Auch als E-Book erhältlich
In ihrem Buch »Anna, die Grenzgängerin« beschreibt Brita von Schönberg ihre traumatischen Erlebnisse bei Kriegsende 1945 aus der Sicht einer Fünfjährigen. Flucht und Neuanfang versucht sie zunächst mit Mutter und Schwester, später auch mit dem Vater zu bewältigen. Durch die Teilung Deutschlands wird ihre Familie zertrennt: Anna wird zur Grenzgängerin. Dadurch erfährt die Autorin die politische und wirtschaftliche Realität Nachkriegsdeutschlands in Ost und West, die sie ungeschminkt schildert. Trotz allem gelingt es ihr – nicht zuletzt durch die Wende 1989 – ihre schweren Erlebnisse zu überwinden. 
Sie möchte allen Betroffenen Mut machen, sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinanderzusetzen und daraus – wie sie – Gewinn zu ziehen.



Siebert, Martin H.
Bitte schreib das auf, Opi!
Enkelkinder fragen zu: Antisemitismus, Antijudaismus und Endlösung im Holocaust.
2013. 508 Seiten. Pb.
€. 22,00 (D)
ISBN 978-3-89950-780-5. edition fischer   mehr mehr
»Opi erzähl doch mal von früher!«
 
So sagten die Enkeltöchter, als sie noch Kinder waren. Schnell waren sie erwachsene Jungakademikerinnen und interessierten sich auch für Großvaters jahrelange Studien zum Antisemitismus und dessen furchtbare Exzesse, von denen Martin H. Siebert in fünfundzwanzigjähriger Tätigkeit als Pastor in den USA so manche unfassbare Fakten von zahlreichen Überlebenden des Holocaust gehört hatte. 

Dann kam der Tag, an dem Anna nach einem Gespräch zum Thema sagte: »Bitte schreib das auf, Opi!« Sie stellte konkrete Fragen, und in dem vorliegenden Buch schrieb sich Siebert das von der Seele, was er ganz besonders der Generation seiner Enkelkinder als vorläufigen Abschluss seiner Lebensarbeit zu sagen hat. So entstand »Bitte schreib das auf, Opi!« 

Ein Buch zur Sache, kein ideologischer Brandeifer, so urteilt ein Freund Sieberts, und er sagt: »Der Stil und der Geist, der da durchdringt, macht das Lesen ganz einfach, verständlich und menschlich.« 

Jörg Arndt von der PAZ (Peiner Allgemeine Zeitung) schreibt: »Der Leser benötigt einige Kapitel, um Zugang zu finden und die Zusammenhänge zu verstehen. Doch dann entfaltet das Buch eine erdrückende Wucht. … Leichte Lektüre ist Sieberts Buch also keineswegs – aber eine lohnenswerte und erkenntnisreiche.«



Stillfried, Janet von
Nadja und Nico
Eine Freundschaft im Krieg.
2016. 126 Seiten mit s/w-Abb. Pb.
€ 10,90 (D)
ISBN 978-3-8301-9718-8. R.G.Fischer Verlag
Freundschaft ist eigentlich die natürlichste Sache der Welt – aber nicht, wenn Freunde aus zwei Ländern stammen, die sich miteinander im Krieg befinden.
Nadja und Nico hätten einander eigentlich niemals begegnen sollen, oder wenn, dann jedenfalls als Feinde, denn die zwölfjährige Nadja stammt aus dem Dorf Dibrowa in der Ukraine, die sich 1943 als Teil der Sowjetunion mit Deutschland im Krieg befindet.
Und Nico, ebenfalls zwölf Jahre alt, lebt mit seiner Mutter in Hannover-Linden, also in dem Land, aus dem die Soldaten stammen, die Nadja aus ihrer Heimat verschleppt und in der Fremde als Zwangsarbeiterin in ein Lager gesperrt haben.
Wie und warum Nadja und Nico gleichwohl aufeinandertreffen, wie sie sich kennenlernen, Freunde werden und füreinander einstehen, obwohl sich beide damit weiteren Gefahren aussetzen, wird hier vor dem Hintergrund authentischer Schauplätze und Erinnerungen von Zeitzeugen erzählt.



Theison, Volker
Geheimnisvolles Nichts
Roman.
2017. 436 Seiten. Pb.
€ 28,95 (D)
ISBN 978-3-8301-1750-6. R.G.Fischer Verlag
Der Banater Schwabe Wilhelm Meindel desertiert in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges mit wenigen Kameraden von seiner an der südlichen Ostfront aufgeriebenen SS-Einheit und mischt sich unter die nach und nach in Bayern eintreffenden Flüchtlinge und Heimatvertriebenen. Zwar lebt er in der ständigen Furcht, als Angehöriger der SS enttarnt zu werden und in Kriegsgefangenschaft zu geraten oder gar ohne Prozess erschossen zu werden, doch als der von den Grausamkeiten des Krieges seelisch schwer Gezeichnete erfährt, dass seine Frau als Zwangsarbeiterin nach Russland verschleppt wurde und seine Kinder voneinander getrennt in jugoslawischen Lagern festgehalten werden, hält ihn nichts mehr: Er muss alles ihm Mögliche unternehmen, das Unmögliche und Aussichtslose wagen, um wenigstens seine Kinder zu befreien und nach Deutschland zu bringen. Mit nicht viel mehr als Hoffnung im Gepäck macht sich Wilhelm auf den gefahrvollen Weg durch Österreich und Ungarn nach Jugoslawien, quer durch die Wirren, Gefahren und Ängste einer von Unmenschlichkeit geprägten Zeit – und zugleich auf eine Reise zu seinem eigenen Selbst und tieferem Begreifen.



Thomasch, Egon
Da steht noch unser Apfelbaum …
Ausschnitte aus dem Leben einer Familie.
2015. 184 Seiten mit s/w-Abb. Pb
€ 9,80 (D)
ISBN 978-3-89950-833-8. edition fischer
Die Geschichte der Familie Thomasch wird wie die Geschichte Europas von zwei Weltkriegen geprägt:
Nach dem Ersten Weltkrieg finden sich Eltern und Großeltern in Schlesien wieder, von wo aus – nach dem frühen Tod des Vaters – sich Mutter und Großmutter mit vier Kindern vor der herannahenden Front des Zweiten Weltkriegs auf eine Flucht mit ungewissem Ausgang begeben.
Wie die Familie nach vielen Abenteuern einander schließlich in Thüringen wiederfindet, wie sie die Nachkriegsjahre und das Schicksal, dort »zu den Fremden«, den »Vertriebenen«, zu gehören, meistert, und wie sich der Kreis schließlich mit dem Besuch des nun in einem vereinigten Europa stehenden Elternhauses für die Söhne und deren Familien schließt, wissen die Brüder Thomasch spannend zu berichten.



Tschierpe-Koetz, Christiane
Holdine, Zeit der Widersprüche
Eine Jugend in Berlin 1945–1960.
2012. 160 Seiten. Pb.
€ 12,80 (D)
ISBN 978-3-86455-972-3. edition fischer   mehr mehr
Holdines Kindheit findet 1945 ein jähes Ende, quasi über Nacht wird sie in die Jugend katapultiert. Mit den Eltern und Geschwistern lebt sie in einem kleinen Dorf in Brandenburg, nicht weit von Berlin. Plötzlich ist der lang ersehnte Frieden da; aber alles, alles ist so verdammt anders.

Anhand von Holdines Entwicklung und Werdegang führt uns die Autorin bis in die sechziger Jahre. Zwischen dem langsam wieder erwachenden Großstadtleben im viergeteilten Berlin und den meist stillen Wochenenden in ihrer geliebten märkischen Landschaft pendelnd, sucht Holdine ihren Weg in die Zukunft. – Inzwischen fängt ihre Umwelt an, sich zu verändern und der Kalte Krieg läutet den Zerfall der Welt in eine mehr und mehr östliche, sozialistische und eine westliche, kapitalistische Gesellschaft ein.



Woywod, Arno
Flucht und Vertreibung, doch die Erinnerung bleibt
Erste Reise danach.
2015. 80 Seiten mit s/w-Abb. Hardcover
€ 14,80 (D)
ISBN 978-3-8301-9788-1. R.G.Fischer Verlag
Obwohl schon viele Berichte über Schicksale von Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges veröffentlicht worden sind, möchte Arno Woywod den Leser Anteil nehmen lassen am Schicksal seiner Familie, die aus Ostpreußen vertrieben wurde. Als die Familie ihr landwirtschaftliches Anwesen verlassen musste, konnte man nur ein Stück Handgepäck in einem Güterzug mitnehmen. Über einen Monat war dieser unterwegs auf einer Strecke, die leicht in fünf Stunden zu bewältigen ist. Hunger und Durst waren ständige Begleiter. Die Mutter erkrankte schwer und drei Geschwister verstarben. Doch Arno Woywod klagt niemanden an, im Gegenteil: Geblieben ist seine Liebe zu dem Land der Seen, das er als Erwachsener auf vielen Reisen erkundete.